Holunder

Holunder (Sambucus nigra)

In der Antike galt der Holunder schon als ein Heilpflanze. Auch in vielen Märchen taucht der Holunder immer wieder auf. So auch in Frau Holle oder beim Ringelreim „Ringel, Ringel, Reihe“. In christlichen Niederschriften kann man immer wieder davon lesen, dass Maria auf ihrer Flucht nach Ägypten Schutz unter einem Holunderbusch gesucht hat. Eben falls soll das Kreuz Jesu aus Holunderholz gefertigt worden sein. Noch heute gilt der Holunder als göttliches Heilmittel.

Der schwarze Holunder, der für uns eine heilende Bedeutung hat, ist in den gemäßigten Zonen beheimatet. Hier gibt es besonders fruchtbare und feuchte Erde, in der der Holunderstrauch etwa zwölf Meter hoch werden kann. Er liebt es sonnig bis halbschattig. Der Holunderstrauch entwickelt im Frühling eine weiße Blütenpracht, an der die Holunderbeeren heranwachsen. Im Herbst werden die schwarzen Beeren geerntet. Die korkige Rinde hat eine graubraune Färbung. Holunder wird meist in Form von Tees verwendet. Er ist ein altbewährtes Hausmittel bei Grippe, Katarrhen und Erkältungskrankheiten. Seine ätherischen Öle wirken schleimlösend und schweißtreibend. Auch als Erfrischungsgetränk wird Holunder mittlerweile verwendet. Die Blätter des Holunderstrauches können bei leichten Verbrennungen oder Frostbeulen auf die Haut gelegt werden. Gegen Nieren- und Blasenleiden wird ein Saft aus gekochten schwarzen Holunderbeeren getrunken. Die weißen Blüten hingegen findet man oftmals in diversen Hautlotionen. Holunderbeeren dürfen niemals im rohen Zustand gegessen werden, da sie giftig sind. Erst, wenn sie erhitzt wurden, sind die Holunderbeeren genießbar. Holunder wird auch Hölder, Holler, Eller oder Kelkenbusch genannt. Der wissenschaftliche Name ist Sambucus nigra. Der Holunder gehört zu der Familie der Geißblattgewächse ( Caprifoliaceae ).

Mögliche Anwendungsgebiete & Wirkung

anregend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, krampflösend, pilztötend, schleimlösend, schweisstreibend

Verwendbare Pflanzenteile

Blüten und Beeren vom Holunder (VORSICHT: Das Pflanzengrün ist giftig!)