Lapacho

lapacho-rinde

Lapacho (Tabebuia avellanedeae)

Der Lapacho wurde schon zu Zeiten der Wikinger als Heilpflanze benutzt. Auch die Inkas wurden auf die heilende Wirkung des Lapacho aufmerksam und verwendeten ihn als Allheilmittel. Die Einwohner Südamerikas glauben ebenfalls an die heilende Wirkung des Lapachobaumes. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wurden die Forscher aus dem Abendland auf den Lapacho aufmerksam. Hier in Europa ist Lapacho fast unbekannt, dafür in Nordamerika umso beliebter.

Vorwiegend in den Regenwäldern von Argentinien, Brasilien, Paraguay und anderen südamerikanischen Ländern wächst der Lapachobaum.
Der Lapachobaum ist ein immergrüner Baum mit violetten oder roten, trompetenähnlichen Blüten. Die Blätter sehen handförmig aus und sind meist 5- 7 fach gefiedert. Vor der Blüte wirft der Baum seine Blätter ab. Ab Anfang August bis Oktober bildet sich die Frucht, eine etwa 30 Zentimeter lange und 1 Zentimeter breite Kapsel, die mit Samen gefüllt ist. Je nach Gegend kann dieser Baum bis zu 700 Jahre alt und 35 Meter hoch werden. Die Rinde ist außen glatt und grau und innen hat sie eine rotbraune Färbung.

Die heilende Wirkung gegen Krebs ist bis heute nicht wissenschaftlich bewiesen. Innerlich kann Lapacho als Tee angewandt werden, um das Immunsystem zu stärken. Es wird meist die Innenrinde des Baumes verwendet, um Tees zuzubereiten oder Tinkturen herzustellen. Verwendet wird der Tee zum Beispiel bei Bluthochdruck, er ist schweißtreibend und wirkt antibakteriell. Ebenfalls soll der Tee eine unterstützende Wirkung bei grippalen Infekten besitzen. Bei Hautkrankheiten, wie Psoriasis, Wunden oder Insektenstichen wird Lapacho als Tinktur oder Salbe aufgetragen.

Der Lapacho trägt ebenfalls die Beinamen Iperoxo, Pau d'arco oder Taheebo. Der wissenschaftliche Name lautet Tabebuia avellanedeae.
Der Lapacho gehört zur Pflanzenfamilie der Trompetenbaumgewächse –auch Bignoniaceae.

Mögliche Wirkung

antiviral, antibakteriell, beruhigend, blutdrucksenkend, entzündungshemmend, fungizid, harntreibend, tonisierend, schweisstreibend, schmerzstillend.

Mögliche Anwendungsgebiete

Immunsystem fördernd, Anregung der Verdauung, Erkältungen, Grippe, Herpes, Insektenstiche, Malaria, Schuppenflechte, Wunden.

Verwendbare Pflanzenteile

Innenrinde