Salbei

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Salbei (Salvia officinalis)

Der Salbei ist eine weltweit verbreitete Heilpflanze, welche bereits seit 1630 genutzt wird. Damals gab es die große Pestepidemie in Toulouse. Viele Diebe haben die Leichen ausgeraubt, und um sich nicht anzustecken, haben sie sich mit Salbei eingerieben, welcher vorher in Essig eingelegt war, und mit Pflanzen wie Rosmarien, Thymian und Lavendel vermischt wurde. Selbst ein ganzes Jahrhundert später wurde diese bewährte Methode wieder angewendet. In der Geschichte liest man viel dass Salbei vielseitig als Heilmittel eingesetzt wurde.

Das ursprüngliche Anbaugebiet vom Salbei ist der Mittelmeerraum. Doch inzwischen gibt es in ganz Europa Anbaugebiete für diese Heilpflanze. Als Anbaugebiete sind trockene Böden, welche kalkhaltig und steinig sind, angebracht. Der Salbei gehört zu den traditionellen Pflanzen der Bauerngärten.

Die Pflanze ist sehr gut daran zu erkennen, dass die Stängel in Bodennähe stark verholzt sind. Die Stängel sind leicht vierkantig bis rundlich, und stark verzweigt. Der obere Teil der Stiele ist sehr kraus und behaart. Die Blätter sind paarweise gegenständig am Stängel zu finden. Die unteren Blätter sind mit Stielen versehen, während die oberen Blätter stiellos sind. Der Salbei hat längliche Blätter, welche fast eiförmig sein können. Die runzelige Oberfläche der Blätter ist ein weiteres Markenzeichen des echten Salbeis, genau wie die weißliche Behaarung an den Blättern, wodurch diese eine graugrüne Farbe bekommen.

Der Salbei kann nicht nur eine Heilpflanze sein, sondern auch ein Gift. Die Dosierung muss wohlbedacht eingesetzt werden. Genutzt werden die Bitterstoffe, Gerbstoffe und die Öle des Salbeis. Die Pflanze gilt als Entzündungshemmend, wodurch der Salbeiextrakt gerne in Medikamente zum Gurgeln eingesetzt wird. Sprich für Mund- und Rachenentzündungen, erzielt man damit eine gute Wirkung. Auch die Funktion des Nervensystems kann mit Salbei gefördert werden.

Der wissenschaftliche Name vom Salbei lautet Salvia officinalis. Er gehört in die Familie der Lippenblütler.

Mögliche Wirkung

adstringierend, antibakteriell, entzündungshemmend, schweisshemmend.

Mögliche Anwendungsgebiete

Bronchitis, Halsentzündungen, Heiserkeit, Husten, Mandelentzündungen, Schlecht heilende Wunden, Rachenentzündungen, Übermässiges Schwitzen, Wechseljahrsbeschwerden.

Verwendbare Pflanzenteile

Blätter